Domänenspezifische Konzepte definieren

Die Methodenentwicklung beginnt damit, dass Sie die Konzepte Ihrer Modellierungssprache definieren. In Abhängigkeit von Ihrer Anwendungsdomäne können die Konzepte folgende Bereiche umfassen: gewünschte Ausgaben, die generiert werden sollen, Produktkomponenten, die benutzt werden, Produktarchitektur, Produktlinien-Charakteristika usw. MetaEdit+ macht die Domänenkonzepte dann automatisch in den Modellierungssprachen verfügbar: Es stellt den Entwicklern die Domänenkonzepte und -regeln zur Verfügung. Die Verwendung von domänenspezifischen Konzepten in Modellen führt zu zehnfachen Produktivitätsverbesserungen, was die Implementierung eigener Methoden sehr kostengünstig macht (weitergehende Informationen finden Sie in den Erfolgsgeschichten).

Konzepte definieren Die Konzepte beim Entwurf verwenden

Mit dem Metamodellierungswerkzeugen von MetaEdit+ ist die Methodenentwicklung schnell und einfach. Die Tools erledigen die schwierige Arbeit und gestatten es Ihnen, sich darauf zu konzentrieren, eine Modellierungsmethode zu designen, die zu Ihrer Domäne passt. Sie beschreiben die Methodenkonzepte und die dazugehörigen Eigenschaften (Properties) und Regeln, indem sie Formulare ausfüllen oder indem Sie sie grafisch spezifizieren. In MetaEdit+ gibt es sechs Tools, um Konzepte zu spezifizieren:

  • Object Tool: Hier spezifizieren Sie die Basiskonzepte Ihrer Methode. Die zentralen Elemente des Designs sind Objekte, d. h. Symbole, die miteinander verbunden und häufig wieder verwendet werden, wie z. B. "Prozess", "Nachricht", "Knopf" und "Zustand".
     
  • Property Tool: Hier definieren Sie die Eigenschafen (Attribute), die andere Methodenkonzepte charakterisieren. Eigenschaften können unterschiedliche Datentypen besitzen (String, Text, Number, Boolean, Collection usw.) und mit anderen Methodenkonzepten oder externen Dateien verbunden sein. Beispiele für Eigenschaften sind: Zustandsname, Funktionsbezeichner, Display- und Datentyp.
     
  • Relationship Tool: Hier definieren Sie Eigenschaften und Symbole für die Beziehungen zwischen Objekten, wie z. B. Vererbung (Inheritance), Nachricht (Message), Aufruf (Call) und ü;bergang (Transition).
     
  • Role Tool: Hier spezifizieren Sie die Grenzen und die Endpunkte von Beziehungen, wie z. B. den Superklassen-Teil bei Vererbungsbeziehungen oder den Client-Teil bei Nachrichtenverbindungen.
     
  • Port Tool: Hier beschreiben Sie mögliche Einschränkungen bzgl. der Schnittstellen beim Verbinden von Objekten, wie z. B. digitale Eingaben bei der Hardwarekarte oder einen Steuerfluss, der von den Prozesselementen abhängt.
     
  • Graph Tool: Hier managen Sie Spezifikationen aller Modellierungstechniken, wie z. B. Zustands- und Komponentendiagramme. Die Techniken setzten sich aus den Objekten, Beziehungen und Rollen, die mit anderen Tools definiert wurden, zusammen sowie aus Bindungen und Vorschriften, die beschreiben, wie sie miteinander verbunden werden können. Unterschiedliche Techniken können integriert werden mit Verfeinerungen, Dekompositionen und wieder verwendbaren Modellierungskonzepten.